Was ist WLAN und wie funktioniert es?
Kennen Sie das? Sie möchten im Internet etwas nachschauen, aber es geht einfach nicht. Oder ein Familienmitglied sagt: „Geh doch ins WLAN" – und Sie fragen sich, was das überhaupt bedeutet. Keine Sorge, das erklären wir Ihnen jetzt ganz einfach.
WLAN steht für „Wireless Local Area Network" – auf Deutsch: kabelloses lokales Netzwerk. Es ermöglicht Ihnen, mit Ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop ganz ohne Kabel ins Internet zu gehen. Stellen Sie sich Ihren Router wie eine kleine Sendestation vor. Er empfängt das Internet über ein Kabel von Ihrem Telefonanschluss oder Kabelanschluss. Dann sendet er dieses Internet als unsichtbare Funkwellen in Ihre Wohnung – ähnlich wie ein Radiosender Musik durch die Luft schickt.
Ihre Geräte haben einen eingebauten Empfänger, der diese Funkwellen aufnimmt. So können Sie im Wohnzimmer, in der Küche oder sogar auf dem Balkon im Internet surfen, E-Mails lesen oder mit Ihren Enkeln per Video telefonieren.
WLAN und Internet sind nicht dasselbe. WLAN ist nur die kabellose Brücke zwischen Ihrem Gerät und dem Router. Das Internet selbst kommt über die Leitung Ihres Anbieters (z.B. Telekom, Vodafone oder 1&1) in Ihre Wohnung.
Was Sie brauchen: Router, Modem und Zugangsdaten
Bevor Sie Ihr WLAN einrichten, sollten Sie sicherstellen, dass Sie alles Nötige beisammen haben. Legen Sie sich alles zurecht, bevor Sie anfangen – Sie brauchen nicht viel:
- Der Router: Das kleine Gerät mit den blinkenden Lichtern von Ihrem Internetanbieter. Gängige Modelle sind die FRITZ!Box, Speedport (Telekom) oder EasyBox (Vodafone).
- Das Netzteil: Jeder Router wird mit einem Netzteil geliefert. Es liegt in der Originalverpackung.
- Das Telefonkabel oder Netzwerkkabel: Bei DSL ein graues Telefonkabel, bei Kabel ein dickeres Koaxialkabel. Liegt ebenfalls in der Verpackung bei.
- Ihre Zugangsdaten: Ein Brief oder eine E-Mail von Ihrem Internetanbieter mit Benutzername und Kennwort. Bei vielen modernen Routern werden diese automatisch übertragen.
- Das WLAN-Passwort: Steht auf einem Aufkleber am Router selbst.
Schritt 1: Router anschließen
Stellen Sie den Router möglichst zentral in Ihrer Wohnung auf – am besten auf einem Regal oder Schrank in mittlerer Höhe. Nicht in eine Schublade, hinter den Fernseher oder in den Keller. Je freier der Router steht, desto besser.
Verbinden Sie den Router mit Ihrer Telefondose oder Kabeldose an der Wand. Am Router gibt es eine passende Buchse, oft mit „DSL" oder „WAN" beschriftet. Stecken Sie das Kabel dort ein, bis es hörbar einrastet.
Verbinden Sie das Netzteil mit dem Router und stecken Sie es in die Steckdose. Auf dem Router leuchten nun verschiedene Lichter auf – der Router startet.
Der Router braucht nach dem Einschalten etwa zwei bis fünf Minuten. Warten Sie, bis das Licht für „Internet" oder „Online" dauerhaft leuchtet (nicht mehr blinkt). Erst dann ist der Router mit dem Internet verbunden.
Bei vielen Anbietern richtet sich der Router beim ersten Einschalten automatisch ein. Sie müssen in diesem Fall nichts weiter tun als warten.
Schritt 2: WLAN-Passwort finden
Um ein Gerät mit Ihrem WLAN zu verbinden, brauchen Sie den WLAN-Namen (auch „SSID") und das WLAN-Passwort.
- Auf dem Router: Drehen Sie den Router um. Auf einem Aufkleber finden Sie „WLAN-Schlüssel", „WPA2-Passwort" oder „Wi-Fi Key". Der WLAN-Name steht direkt darüber.
- In den Vertragsunterlagen: Oft liegt eine Karte bei, auf der beides steht.
- Im Router-Menü: Im Browser 192.168.1.1, 192.168.0.1 oder fritz.box eingeben und unter „WLAN" nachschauen.
Schreiben Sie sich das WLAN-Passwort gut lesbar auf einen Zettel und bewahren Sie ihn sicher auf. Achten Sie auf Groß-/Kleinschreibung – jeder Buchstabe muss exakt stimmen.
Schritt 3: Geräte mit dem WLAN verbinden
Nun der spannende Moment – Sie verbinden Ihr erstes Gerät:
Einstellungen → WLAN → WLAN einschalten → Ihr Netzwerk auswählen → Passwort eingeben → „Verbinden" tippen. Nach wenigen Sekunden erscheint „Verbunden".
Einstellungen → WLAN → Netzwerk auswählen → Passwort eingeben → „Verbinden" tippen. Ein blaues Häkchen zeigt die erfolgreiche Verbindung.
Unten rechts auf das WLAN-Symbol klicken → Netzwerk auswählen → „Verbinden" → Passwort eingeben → „Weiter". Häkchen bei „Automatisch verbinden" setzen.
Ihr Gerät merkt sich das Passwort. Sie müssen es nur einmal eingeben. Falls die Verbindung nicht klappt: „Netzwerk vergessen" und erneut versuchen.
Schritt 4: WLAN-Name und Passwort ändern
Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, das Standard-Passwort zu ändern, da es auf dem Aufkleber am Router steht und jeder Besucher es ablesen könnte.
Öffnen Sie einen Browser und geben Sie die Router-Adresse ein: fritz.box, speedport.ip oder 192.168.1.1. Melden Sie sich an und ändern Sie unter „WLAN" den Namen und das Passwort.
- Mindestens 12 Zeichen – je länger, desto sicherer
- Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen mischen
- Keine leicht erratbaren Begriffe wie „Passwort123" oder Geburtstage
- Merksatz-Trick: „Mein Enkel Tom ist 7 Jahre alt!" → MEti7Ja!
Nach dem Ändern werden alle Geräte vom WLAN getrennt. Verbinden Sie jedes Gerät erneut mit dem neuen Passwort. Schreiben Sie das neue Passwort auf und bewahren Sie es sicher auf.
Häufige WLAN-Probleme und Lösungen
Keine Sorge – auch erfahrene Nutzer haben manchmal WLAN-Probleme. Das erleben wir bei unseren Hausbesuchen in Berlin ständig. Die gute Nachricht: Die meisten lassen sich einfach beheben.
Router-Stecker aus der Steckdose ziehen, 30 Sekunden warten, wieder einstecken. Nach 3-5 Minuten sollte alles funktionieren. Dieser „Neustart" löst die meisten Probleme.
Prüfen Sie, wie viele Geräte gleichzeitig verbunden sind. Testen Sie, ob es näher am Router schneller geht. Falls ja: Router-Standort optimieren oder WLAN-Repeater nutzen.
Prüfen Sie, ob die WLAN-Leuchte am Router leuchtet. Manche Router haben einen WLAN-Knopf – einmal kurz drücken. Auch das WLAN am Gerät aus- und wieder einschalten.
Achten Sie genau auf Groß-/Kleinschreibung. „l" (kleines L) und „1" (Eins) sehen ähnlich aus, genauso wie „O" und „0". Tipp: Passwort erst in die Notizen-App tippen und prüfen.
Tipps für besseren WLAN-Empfang
Bei vielen unserer Hausbesuche in Berlin stellt sich heraus: Das Problem liegt am Router-Standort, nicht am Router selbst.
- Router zentral aufstellen: In die Mitte der Wohnung, nicht in die Ecke. Der Flur ist oft ideal.
- Router erhöht aufstellen: Auf ein Regal, nicht auf den Boden. Nicht hinter Möbeln verstecken.
- Störquellen vermeiden: Mindestens 1 Meter Abstand zu Mikrowellen, Babyfonen und Bluetooth-Lautsprechern.
- WLAN-Repeater: Bei großen Wohnungen einfach in eine Steckdose auf halber Strecke stecken. Verstärkt das Signal.
- 5-GHz-WLAN nutzen: Viele Router senden auf 2,4 GHz und 5 GHz. Das 5-GHz-Netz ist schneller, hat aber weniger Reichweite. Ideal für Geräte nah am Router.